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Aktuelle Arbeiten

Homepage-Texte für Getränkemarke GUA

Die Marke GUA gibt es schon ewig und drei Tag’, wie meine Mutter sagen würde und in den Tagen, als Mama Papa beim Trumpf kennenlernte, als der Trumpf noch nicht das Weltmarktführer-Unternehmen (I’am in love with Weltmarktführer) war, das es heute ist, also Anfang der 1970er Jahre, importierte ein findiger Stuttgarter Unternehmen den GUA-Saft nach Deutschland und bereicherte und bestückte die Asia-Resto- und Shop-Szene hierzulande.

Ein paar Jahrzehnte lang bestückte und bereicherte man so vor sich hin, probierte ganz vorsichtig ganz wenige neue Dinge aus, verwarf die wieder, bis man dieses Jahr mit vier neuen Limo-Sorten on top auf den Markt und die Gastronomie ging. Die sind totally lecker, ich hatte zwei Kisten im Büro, als ich die Homepage-Texte geschrieben habe, Inspo-Level 100 wie so ne Influencerin, die ihr Westwing-Ankleidezimmer zeigt.

Bei Drinkstarter, dem Wettbewerb für die Getränke von morgen, landete GUA im Finale.

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Aktuelle Arbeiten

Social Media für das Museum Hegel-Haus

Seit Sommer 2018 betreue ich die Social Media-Kanäle für das StadtPalais – Museum für Stuttgart. Zur Stuttgarter Museumsfamilie gehört auch das Hegel-Haus Ecke Eberhard/Torstraße, btw Stuttgarts ältestes Gebäude und eben Hegels Gebi-Place.

Der kluge Kerle (Bauer sucht Frau-Alliteration) wird im August 2020 250 Jahre jung und zu diesem Anlass wird die Dauerausstellung nach 30 Jahren nach konzipiert. Bis soweit ist, wird das Haus unter dem Hashtag #geistesblitz zwischengenutzt und versucht, mit verschiedenen Formaten auch jüngeres Publikum für Hegels Philosophie zu begeistern. Im Winter 2019 hat sich das Haus in eine Hegel-WG verwandelt – mit Playstation, Küche, Bontempi-Orgel, Schreibstube. Come and play with Hegel.

Im Zuge dessen hat man mich, quasi ja schon im städtischen Museumsboot, zusätzlich für die Social Media-Kanäle (FB & Insta) engagiert, die ich nun seit Juni 2019 bespiele. Außerdem Fotografie bei den Events.

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Aktuelle Arbeiten

Weindorf-Laube Zum Zullo

Gastronom Fabrizio Zullo startet im Spätsommer 2019 erstmals mit einer eigenen Weinlaube auf dem Stuttgarter Weindorf durch – die prompt zur Weinlaube des Jahres gekürt wurde.

Bis dahin war es für Fabrizio und sein Team ein sehr langer wie leidenschaftlicher Weg, der bereits Ende 2018 mit einem Anschrieb (by me) an die Veranstalter startete. Weiteres Textmaterial entstand für die Homepage (Design und Umsetzung von Agentur Hochburg), Einladungen, Newsletter etc.

Die Maxime der Laube war: Alles bisschen anders und fresher machen (Food, Design, Attitüde), was es bisher auf dem Weindorf gab, und ein neues, junges Publikum für das Weindorf zu begeistern. Die Idee ging auf, siehe eben nur der Award.

Zum durchdesignte Zullo-Laub ist auch 2020 wieder auf dem Weindorf vertreten – und wird dies noch sehr viele weitere Jahre und Jahrzehnte.

Fabrizio Zullo betreibt außerdem das Lumen im Westen und den Club People in Mitte. Für beide Läden bin ich seit Jahren als Texter (PR, Web, Claims etc.) tätig.

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Lost & Found Lost / Found / Fun

Über Kessel.TV & Lokalpatriotismus

Aufgetaucht Part 2: Der Text über Lokalpatriotismus vom Herbst 2017 basiert auf unterem Interview, das ich Stadtkind über meinen Blog und Stuttgart gegeben habe. Wir haben uns damals entschieden, die Antworten als kurzes “Essay” umzuschreiben und zu veröffentlichen.


Was war damals deine Idee hinter kessel.tv?

Ich habe acht Jahre als Redaktionsleiter bei dem Stadtmagazin Sub Culture gearbeitet und dort Mitte der Nullerjahre das Internet als Publikationsmöglichkeit für mich entdeckt. Nur war die Sub Culture-HP, wie so viele Seiten damals, sehr unübersichtlich und das CMS dahinte umständlich und nervenaufreibend.

Parallel zu dieser Zeit poppten die ersten Blogs auf. Spannend fand ich daran zum einen die Einfachheit und schlanke Struktur, sowie dass der aktuellste Beitrag oben angezeigt wird.

Letztendlich wollte ich wenigstens einmal Leben mein ganz eigenes Ding starten, bei dem mir niemand “reinschwätzt” und ein Blog war und ist eine sehr einfache Möglichkeit das zu tun. Zumindest das Ding zu starten, am Ball bleiben ist dann doch, ja, Arbeit.

2008 fand ich nach einem Research, dass ein Stuttgart-Blog fehlt, zumindest so wie ich mir einen Blog vorstelle, wie ich diese Stadt sehe, kenne und liebe. Ein Blog, der sich mit Stuttgart auseinandersetzt, was ich gut finde an Stuttgart und seinen Protagonisten (aber auch nicht so gut) und Blog, der vor allem zeigt, dass Stuttgart viel, viel mehr ist als das unendlich durchgeleiherte Klischeebild von Weindorf, Wasen, Kehrwoche, Sparsamkeit und Fernsehturm.

Der URL-Name ist meine Idee und das .TV soll früher wie heute drauf hinweisen, dass es auch „trashig“ zu gehen kann, als wie im TV eben. Seit 4. Juli 2008 sind wir online. 

Warum glaubst du, dass viele sich mit Stuttgart nicht so identifizieren, bzw. der Lokalpatriotismus hier nicht so ausgeprägt ist wie in München oder Köln?

Ich kann keinen Vergleich ziehen, weil ich nicht weiß, wie ausgeprägt der Lokalpatriotismus in anderen (deutschen) Städten ist. Ich finde aber, dass er in Stuttgart sehr ausgeprägt ist und das schon relativ lange. Für meine Generation wurde er spätestens ganz offensichtlich mit dem Song „Mutterstadt“ von Massive Töne.

Meine Wahrnehmung im Jahr 2017 ist sogar: Es ist Lokalpatriotismus-Peaktime. Es ist ja fast schon eine Art Geschäftsmodell, Stuttgart geil zu finden, siehe nur das Stuttgart-Panini-Album, das sich angeblich sehr gut verkauft, oder Dinge wie „Stuggi-Schorle“ oder vergangenes Wochenende die Messe „Made in Stuggi“.

Ganz zu schwiegen von den unzähligen Stuttgart-Instagram-Seiten, die sich damit überbieten, ein starkes Bild nach dem anderen zu posten. Dazu hagelt es unzählig passenden Kommentare, wie sehr man das Stuttgart alles liebt. Ich habe das Gefühl, auch verstärkt durch Social Media, dass die Liebe zur Stadt nie breiter und größer proklamiert wurde als heutzutage.

Alles in allem glaube ich aber, dass die Stuttgarter schon immer ganz gerne ihre Stadt mochten und auch stolz auf ihre Stadt waren, es aber eventuell vielleicht nur weniger zeigten bzw. in die Welt rausschrieen als heute. Erkennt man an alten Stuttgart-Bücher und den Texten darin (aus 70er, 80er Jahren, hab da das eine oder andere) oder an älteren Liedern wie „In Heslach fängt die Liebe an“ (finds leider ums Verrecken nicht auf Youtube oder sonst wo).

Vielleicht kommt der Stuttgarter Lokalpatriotismus manchmal einfach nicht immer so gut durch, weil Stuttgart seit jeher viel Negatives über sich ergehen lassen musste bzw. schon immer mit vielen Klischees zu kämpfen hatte – gefühlt mehr, als andere Städte. So Dinge wie Kehrwoche, Ordnung, Geiz und sowieso allgemein das Bild vom angeblich „langweiligen Schwaben“ haben sich scheinbar sehr sehr tief ins deutsche Hirn gebrannt.

Aber klar, bei München ist mein erster Gedanke auch „Schickimicki“-Stadt, was per se nicht stimmt und München (natürlich) viel mehr ist als nur dieses eine Klischee. Aber wie bei so vielen Dingen im Leben muss man sich einfach selbst ein Bild machen. Und so kenne ich viele Leute, die nach Stuttgart gezogen sind, vielleicht erst widerwillig und jetzt nie wieder weg möchten. Natürlich kenne ich auch welche, die regelrecht Hals über Kopf geflüchtet sind und es hier einfach nicht mehr ausgehalten haben, weil es ihnen hier zu klein, zu eng, zu dörflich oder was auch immer ist. Da hat eben jeder eine andere, eigene Wahrnehmung.

Ich meine, so geil ist z.B. Köln jetzt auch nicht, hahaha, und mal ehrlich, wer will schon nach Hannover oder Dortmund? 

Ist Stuttgart für dich selbst Heimat? (Kommst du gebürtig aus Stuttgart?)

Ja. Nie zugezogen und nie weggezogen.

Was ist an Stuttgart trotzdem cool, gut, toll? Und was gar nicht?

Ein „trotzdem“ gibt`s für mich nicht, weil ich gar nicht weiß, gegen was ich trotzen und nicht cool finden soll, hihi. Okay, zunächst einmal ist für mich in Stuttgart natürlich alles cool und toll, weil ich hier eben Zuhause bin und ich mich hier seit 40 Jahren sehr wohl fühle und die Stadt regelrecht genieße und lebe, ich treffe immer Leute, kurzer Checkup was geht, Kaffee hier und dort usw. I love it. 

Zudem hat sich die Stadt gerade in letzten 15, 20 Jahren wahnsinnig verändert – zum Positiven. Sehr zum Positiven. Viele gute Leute machen viele gute Dinge. Das Fluxus ist nur DAS Paradebeispiel, dass man toten Raum beleben kann. Oder nimm den Hans im Glück-Brunnen, ein lauer Frühlings-Sommertag, Montag, Dienstag, egal… alle Gastros voll besetzt.

Die Stuttgarter/Schwaben waren schon immer Lebe- und Genussmenschen, aber zwischenzeitlich hat er noch mehr Möglichkeiten, das auszuleben. Und er/sie/es tun es.

Allein die ganze Club-Bar-Gastro-Szene ist kein Vergleich zu vor 15, 20 Jahren. Es wird ja aktuell quasi im Wochentakt über irgendeine Neueröffnung berichtet. Als ich vor 20 Jahren ausgegangen bin, hatten wir zwei, drei Optionen, wenn überhaupt. 

Auf der anderen Seite sehe ich natürlich die großen Probleme der Stadt, die in den letzten Jahren hinzugekommen sind bzw. zugenommen haben und das sind aktuell eben die oft zitierten Themen Mobilität, Verkehr sowie die Mieten. Ich hoffe, dass wir uns da halbwegs heil raus manövrieren, bevor das alles hier eskaliert und wir gar nicht mehr voran kommen und auf der Straße, blöd gesagt, die Köpfe einschlagen. Da ist nicht nur allein die Politik gefragt, sondern definitiv jeder selbst.

Radfahren geht in Stuttgart. Die Stadtbahn funktioniert. Man muss manchmal halt auch nur wollen.

Außerdem hat man das Gefühl, und das jetzt schon seit mehreren Jahrzehnten, dass die Stadt nie „fertig“ wird. Mal ganz abgesehen davon, dass eine Großstadt wie Stuttgart nie fertig sein wird und sich immer weiter entwickelt MUSS – sonst würden wir heute noch mit Autos durch die Königstraße fahren und das will sicherlich auch niemand mehr. Nur eines vielen Beispielen.

Die Frage ist nur wie und in welchem Maß. Im beengten Stuttgart fühlt sich das so an: Ist die eine große Baustelle weg (wie z.B. Dorotheen Quartier), wird die nächste Wunde aufgerissen (nächstes Jahr z.B. Fluxus / Stadtmitte). Abgesehen davon, dass die Stadt ja so ganz nebenbei den Bau des berühmtesten Bahnhofs der Welt verkraften muss.

Vieles davon macht sicherlich Sinn und ist berechtigt, aber als Bürger ist man zu einem gewissen Grad erschöpft. Ich wünsche mir sehr, wenn irgendwann besagter Bahnhof und das neue Areal dazu fertig sein sollten, dass Stuttgart dann – wenigstens für einige wenige Jahre – wirklich mal „fertig“ ist. 

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Lost & Found Lost / Found / Fun

Über den Stuttgarter Lokalpatriotimus für Stadtkind

Wieder ausgegraben: Im Herbst 2017 habe ich für Stadtkind Stuttgart das Phänomen Lokalpatriotismus analysiert, der in Stuttgart traditionell sehr ausgeprägt ist (wie auch bei mir).


In einer Welt, die scheinbar oft nur noch in Gefühlen und Gefühlslagen vermessen wird, ist der Lokalpatriotismus in Stuttgart gefühlt so stark wie nie zuvor. Dabei hatte Stuttgart Lokalpatriotismus schon immer ganz gut drauf. 

Vielleicht auch weil der klischeebehaftete Anti-Stuttgart-Wind seit jeher stark durch die restliche Republik bläst (und, wieder gefühlt, erst in den letzten Jahren etwas abnimmt). Da muss man dann halt auch mal aufstehen und sich dagegen stemmen, vor allem wenn man hier sehr gerne lebt. Meine Generation hält spätestens seit Mitte der 90er mit dem Song „Mutterstadt“ von Massive Töne die Stuttgart-Fahne hoch. Und wenn morgens beim letzten Song „1st Liebe“ von Max Herre der ganze Club mitsingt, dann weißt du wieder: Des isch halt des. Stuttgart.

Diese einzigartigen „Mutterstadt“-Zeilen, an die seitdem nie wieder ein anderer Stuttgart-Song rankam, sind nun 20 Jahre alt oder jung. Gut zehn Jahre nach der Veröffentlichung starteten Thorsten Weh und ich im Juli 2008 einen der damals ersten Stuttgart-Blogs namens Kessel.TV. Die Idee einst wie heute: Kessel.TV sollte die Stadt so wiedergeben, wie wir diese Stadt sehen, kennen und vor allem lieben. Auf dem lokalen Online-Korridor war es damals noch relativ einsam, fast noch dunkel. Zu jener Zeit war das iPhone gerade ein Jahr lang auf dem Markt, die Video-Qualität auf Youtube relativ mies, Facebook schlug ganz vorsichtig in Deutschland auf und Instagram war noch nicht einmal eine Idee.

Weitere zehn Jahre später, im Jahr 2017, ist die digitale Straße namens Stuttgart-Liebe dicht besiedelt, siehe nur die vielen Facebook-Seiten oder die unzähligen Stuttgart Instagram-Accounts, die ein starkes Bild nach dem anderen posten. Machen wir bei Kessel.TV auch gerne mit. Und auch beim dreimillionsten Schlossplatz-Fernsehturm-Kessel-View-Shot hagelt es Likes en Masse. Bald ist ja auch wieder Weihnachtsmarkt. Insta-Erfinder Kevin Systrom fällt bestimmt vor lauter Vorfreude von seinem Rennrad, das er so gerne fährt.

Dazu bringen die User in unzähligen Kommentaren („ach Stuttgart“, „unser Stuggi“, „KESSELLIEBE!!!11!!!!“) und versehen mit vielen Herzle-Augen-Emojis ihre Heimatliebe zum Ausdruck. Verstärkt durch Social Media wurde die Liebe zu Stuttgart nie breiter und größer proklamiert als heutzutage. Und sowieso: Bildergalerien mit alten Stuttgart-Bildern gehen immer und überall.

Nicht nur aus den Smartphones sprudelt eine warme Stuttgart-Zuneigung, auch im Real Life ist Lokalpatriotismus-Peaktime. Und der Hype ist für manch einen sicherlich ein ganz gutes Geschäft (das gilt natürlich ebenso für online), siehe z.B. das Stuttgart-Panini-Album, das sich scheinbar besser verkauft als die tägliche Auslage beim Bäcker Frank, oder die Bücher der Facebook-Seite „Unnützes Stuttgart Wissen“, die mir auch schon meine Mutter unter den Weihnachtsbaum gelegt hat. Ihr Gedanke: „Etwas mit Stuttgart gefällt ihm bestimmt“. Ja, das ist richtig, meistens. Das Panini-Album brauche ich allerdings nicht, danke.

Manche Produkte benutzen zwischenzeitlich stolz die mir schwer suspekte Stuttgart-Abkürzung „Stuggi“ („Stuggi Burger“, „Stuggi Schorle“, Weißwürste namens „Stuggis“), was vor einem Jahrzehnt noch undenkbar gewesen wäre. Messen für lokale Aussteller wie die „Made in Stuggi“ werden die Türen eingerannt und in der ganzen Stadt sind die Beutel und Sticker mit dem Aufdruck „Make Königstraße great again“ des temporären Kaufhaus Mitte zu sehen. Keine Frage, Dr. Love spreadet eine Liebeserklärung nach der anderen über „Stuttgarts Hügeln in die Welt“.

Passend zum Lokalpatriotismus-Boom boomen bekanntlich seit Jahren alles wo „Stuttgart-Krimi“ drauf steht. Das Stuttgart-Abteil beim Wittwer platzt eh bald. Die Klamotten mit lokalen Liebesbotschaften bekommt man in Läden wie z.B. dem S-T-G-T / 0711 Store. Das ist schwäbisch-präzis organisiertes Open Source-Stadtmarketing. Bei der Stuttgart-Marketing GmbH macht man gerade wahrscheinlich jeden Tag ein Faß auf, eines aus der Tübingerstraße natürlich, weil es läuft ja alles von alleine. Kleines Scherzchen.

Passend zu diesen Zeiten setzen jetzt auch noch der VfB Stuttgart gemeinsam mit dem Kreativnetzwerk 0711, die quasi den modernen Lokalpatriotismus vor über 20 Jahren erfunden haben, die nächste Benchmark: Ab kommenden Dienstag, 7. November (12:00 Uhr) kann man im Popup-Store am Rotebühlplatz 20a die limitierte Kooperations-Kollektion „Wir sind Stuttgarter“ erwerben, darunter das VfB X 0711 Stadttrikot. Eine derartige Liaison aus Profifußballverein und Profikreativen im Zeichen der Heimatliebe ist bis dato nicht bekannt. Mehr geht nicht. Erst einmal nicht zumindest nicht.

Hinter dieser rosaroten Stuttgart-Brille und tausenden Bärenseen und Santiago De Chile-Plätzen im Bauch muss natürlich gerechterweise noch anmerken: Diese Liebesgefühle stellen sich natürlich längst nicht bei allen Menschen ein. Der Unmut über die Stadt, und sei es nur die Aussage, wie hässlich die Stuttgart denn ist (what?!!?!), hat sich die letzten Jahre ebenso gut konserviert wie Herzleaugen-Emojis unter Kessel-Bilder.

Ist natürlich auch nicht immer alles geil hier, ganz im Gegenteil. Jede Großstadt hat ihre eigenen großen wie kleinen Probleme. In Stuttgart erscheinen sie oftmals ein klein wenig größer. Die Frage ist nur, was man daraus macht: Tagein tagaus schimpfen oder trotzdem seine Liebe zeigen? Letzteres scheint aktuell der Zeitgeist zu sein. Auch wenn mir davon nicht alles gefällt: Mir gefällt das. Und wie meinte neulich erst das Blog European Coffee Trip zu den Stuttgarter: „When the sun is out, so are the people!“ 

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Texter für SATA Broschüre – Modell SATAjet® 5500

Thema Lackierpistolen: Im Auftrag der Agentur Pulsmacher habe ich die Broschüre des Lakierpistolenherstellers SATA getextet. Einarbeitung in komplett fremde Themen und auf den Punkt bringen – normal.

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PR & Text für Out Of Office Stuttgart

Das Startup OutOfOffice hat im September 2018 in der Stuttgarter Innenstadt seine vierte Location eröffnet. OutOfOffice bietet kreative Räume für Workshops, Meetings, Tagungen, Videodrehs, Konferenzen und vieles mehr als Alternative zu standardisierten Tagungslocations, wie z.B. Hotels etc.

Die Idee: OutOfOffice Locations siund immer Lofts im obersten Geschoss inklusive Dachterrasse. Der freie Blick über die Stadt soll die Kreativität beflügeln. Für den Start in Stuttgart habe ich die Pressearbeit übernommen und Texte für die Homepage überarbeitet / neu geschrieben. OutofOffice Stuttgart befindet sich Am Fruchtkasten 3, direkt bei der Stiftskirche, mit Blick über die komplette Innenstadt.

 

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Konzeption für Club Kowalski: Electronic Wasen in der Jägermeister Bar / Sonja Merz-Zelt

Im Frühjahr 2018 haben Frau Sonja Merz (Betreiberin des Sonja Merz-Zeltes auf dem Cannstatter Wasen) und ihr Team meinen Kunden Club Kowalski (Aufgabenbereich Text, PR & Social) angefragt, ob man sich vorstellen könnte, während der Wasenzeit 2018 (28.9. bis 14.10.) die Jägermeister Bar direkt neben dem Sonja Merz-Zelt zu hosten.

Der Club Kowalski steht für elektronische Musikkultur und die sollte in einem bis dato nie dagewesenen Experiement 17 Tage lang den Wasen bereichern, auf dem musikalisch (bekanntlich) Schlager, Volksmusik, Chartmusik etc. dominieren.

Die Idee der Kowalski-Betreiber war, den Spirit von großen Festivals mit dem Wasen zu vereinen. Meine Aufgabe war es, dies textlich auszuarbeiten und auszuformulieren, um das Sonja Merz-Team von diesem Vorhaben zu überzeugen – was letztenendlich gelang und das Kowalski mit viel Deko-Liebe und hoher Motiviation einen furiosen Wasen-Einstand feierte.

Auszug Konzept 

Was verbindet den Wasen, das Festzelt und den Club Kowalski? Es ist das Riesenrad. Das Riesenrad gilt als Symbol für Lebensfreude schlechthin und erfährt dank internationalen Electronic Dance Music (EDM)-Festivals eine Renaissance in einem jungen, hedonistischen Party-Kontext, den auch das Kowalski vertritt. Kein Festivalgast lässt es sich entgehen, auf Instagram einen Selfie vor dem Riesenrad zu posten. Das Coachella in den USA ist hierfür nur das bekannteste Beispiel, wie sich das Riesenrad als Symbol für Freiheit und Party-Lifestyle etabliert hat.

An diesem Punkt wollen wir mit unserem Konzept für die Jägermeister Bar im Sonja Merz-Zelt anknüpfen. Wir als Kowalski wollen den Charakter, Flair und Entertainment-Faktor eines EDM-Festivals mit dem Wasen verbinden und dabei wiederum eine Brücke vom Festzelt zu unserer Stammlocation am Stuttgarter Hauptbahnhof schlagen. Viele unserer Stammgäste besuchen Jahr für Jahr leidenschaftlich gerne das Cannstatter Volksfest. Die Übergänge zwischen elektronischer Clubkultur und Rummel sind längst fließend.

An diesem Punkt wollen wir mit unserem Konzept für die Jägermeister Bar im Sonja Merz-Zelt anknüpfen. Wir als Kowalski wollen den Charakter, Flair und Entertainment-Faktor eines EDM-Festivals mit dem Wasen verbinden und dabei wiederum eine Brücke vom Festzelt zu unserer Stammlocation am Stuttgarter Hauptbahnhof schlagen. Viele unserer Stammgäste besuchen Jahr für Jahr leidenschaftlich gerne das Cannstatter Volksfest. Die Übergänge zwischen elektronischer Clubkultur und Rummel sind längst fließend.